Samstag, 12. Mai 2012

Du vermagst Oben und Unten in dir zu verbinden, und so kann sich dir die Mystik des Lebens offenbaren. Wege werden deutlich, Richtungen werden erkannt. Du durchschaust das Zusammenspiel der Welten. Verwirrungen entwirren sich. Du weisst, und du weisst eigentlich nicht warum du weisst.

Die heilige Kriegerin und die heilige Erde. Episch. Untermalen wird die Szene mit dramatisch belebender unter die Haut gehender Musik bis die Nackenhaare sich kräuseln. Da steht sie, die heilige Kriegerin. Fest und sicher auf der Erde. Sie ist eins mit der Erde. Sie liebt die Erde, die Erde liebt sie. Unerschütterlich blickt die Kriegerin in den Garten Eden. Ihre Liebe strömt aus ihrem Herzen, durch ihren ganzen Körper aus Fleisch und Blut. Sie ist pures Licht, saftige vor Leben strotzende Energie in ihr, und um sie herum.

Das reine Leben. Das reine Glück. Die reine Freude. Doch wie hat sie das geschafft? Ist ihr Blick so entrückt, dass sie die momentane Realität nicht sieht? Oder steht sie auf einem Flecken Erde weit ab von Städten und Dörfern, in einem unberührten noch intakten Streifen der Natur?

Nein. Sie ist da wo du bist. Du bist sie. Neben ihr steht natürlich noch ein Krieger. Will die Männer hier ja nicht ausschliessen. Auch der heilige Krieger steht auf der heiligen Erde. Er ist eins mit ihr. Und so wie durch sie die pure Weiblichkeit pulsiert, so pulsiert die pure Männlichkeit durch ihn. Er strotzt vor Leben und Liebe.

Und so steht da unser heiliges Paar in der Vollkommenheit und Erlöstheit ihres Seins und vielleicht verraten uns die beiden ihr Geheimnis. Ein Traum? Ja, aber er ist Wirklichkeit. Jetzt und bald. Du spürst diese Kraft, diesen Saft des Lebens auch? Er fliesst von unten nach oben und von oben nach unten. Die Ströme vereinen sich in dir und es dehnt sich aus in die Welt um dich herum, sie dehnt sich aus zu allen Menschen um den ganzen Planeten herum und hinein ins Herz der Erde, und hinein ins Herz des Himmels.

Es vibriert, alles erzittert, energetisch, ein Beben durch alle Welten und sie verschmelzen. Die Kriegerin und der Krieger, die heiligen verschmelzen sich mit dir und da siehst du es, ganz plötzlich. Du siehst die Entstehung der neuen Matrix. Die Matrix ist die Blaupause, der Plan, die Idee, unser gemeinsamer Traum der neuen Erde. Überall ist sie bereits präsent, vorhanden, als Potential. So wie der vollständige, heile Körper von dir selbst, als Blaupause um dich herum, in deinen Energiekörpern vorhanden ist, so ist dies auch bei Mutter Erde so.

Und diese Kraft die du jetzt so spürst, wie sie dich zittern lässt, wie sie tiefe Ehrfurcht und Demut in dir erweckt, wie sie dich belebt, erweckt, aufrichtet, du weisst, sie nährt dich für tausende von Jahren, so aufgeladen fühlt es sich an. Wir reissen jetzt keine Bäume aus, nein, wir pflanzen welche. Wir pflanzen die Säulen, die Fundamente der neuen Welt damit.

So weit so gut. Ich möchte das jetzt noch weiter in unsere jetzige Realität hineinziehen. So ganz greifbar ist mir diese Energie jetzt noch nicht so wirklich. Gehts in der Welle des Kriegers also jetzt um Revolution im Feuer der Liebe und die Erde lässt uns die neue Matrix errichten.

Kriege wie wir sie kennen, wie es tief in uns eingebrannt ist, sie bringen Tod und Zerstörung. Erst mal alles Platt machen, dann neu aufbauen, wie es die Siegerpartei wünscht. Jahre um Jahre, beides.

Revolutionen wie wir sie kennen, liefen meist so, dass das angepisste Volk ihren entrückten Machthaber mehr oder weniger gewaltsam von seinem Thron stiessen, ganz klassisch auch enthaupteten und dann ein neues Staatsgebilde errichteten. Meist wars dann auch nicht besser als das vorige, aber es hat sich dann immerhin etwas verändert.

Ja und nun? Wie läuft denn eine friedliche Revolution ab? Wir sind zwar auch irgendwie angepisst, doch die Bilder des Kriegerpaares, sie sind in uns so präsent, wir wissen, da kommt was unglaublich schönes auf uns zu. Doch es passt nicht wirklich hinein ins jetzige Bild, das die Welt uns bietet. Die alte Welt muss ganz klar weichen, sich wandeln.

Manchmal macht mich die Starre der alten Welt und vor allem die Menschen die da so standhaft dran festhalten richtig sauer. Ich könnt sie wegzerren, Steine schmeissen, meine Kräfte sammeln und explodieren lassen, und wünschte alles würde einfach so in sich zusammenfallen. Doch ich weiss, es ist nicht der Weg. Das ist die tiefe Erinnerung der langen Zeit, in der es nicht anders ging notwendige Veränderung herbeizuführen. Doch so anders ist es jetzt nicht wirklich. Ich glaube die Motivation ist der Schlüssel. Aus Zorn zu handeln, aus Wut zu explodieren, das können wir anders angehen.

Liebe hat noch viel mehr Kraft. Vor lauter Liebe explodieren und so die Welten erzittern lassen, das kommt irgendwie besser, ja fast noch effizienter. Oder nicht? Jetzt mal rein fiktiv visualisiert, wie würd das aussehen, wenn tausende, ja millionen von Menschen diese gewaltige Liebeskraft in sich aufbauen, erst sammeln, sammeln, sammeln, die neue Matrix bündelt sich, bündelt sich, beginnt sich um uns herum zu verdichten. Partikel, Lichtpartikel kreisen und kreisen um uns herum, bis sie sich so verdichten, dass es zur spontanen Reaktion, Explosion kommt und schwupps, da ist sie schon, die neue Welt. Wie an den Tagen im Frühling, an dem alle Bäume gleichzeitig ihre Blätter spriessen lassen und es von einem Tag zum anderen grünt und die Blüten eine bunte Zauberwelt zum vorschein bringen.

Ja, so stell ich mir das irgendwie vor. Gut stellen wir uns ja nichts vor, und schauen einfach hin wie es ist.

Kurz zusammengefasst heisst das jetzt also, den reinen Ursaft der Weiblichkeit erwecken, den reinen Ursaft der Männlichkeit erwecken, das alles mit Erde und Himmel vereinen. Wir vereinen uns alle. Die neue Welt existiert bereits als Möglichkeit, sowohl definiert wie völlig undefiniert, das ist ja unser Job, sie zu definieren, zu gestalten. Die neue Basis, sie gärt in uns und mit unserer geballten Liebespower bringen wir sie in die Wirklichkeit. Dadurch wird das Alte einfach vom Neuen gefressen, recycling könnte man es durchaus auch nennen.

In Lak’ech


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