Dienstag, 15. Mai 2012

Ich bin was Gott will. Was will ich mehr! Das ist alles, was es zu erreichen gibt. So klar und selbstverständlich, so nahe liegend, so diene ich. Und schon ist das Rätsel des Lebens gelöst.

Schon als Kind war ich ein kleiner Pyromane, alles Brennbare, das mir zwischen die Finger kam, musste angezündet werden. Stundenlang konnte ich dem Feuer zuschauen, mich darin völlig vergessen. Das ist auch jetzt nicht anders, doch jetzt, als Erwachsener hab ich entdeckt, dass sich auch das Bewusstsein entzünden lässt. Es brennt sogar noch viel schöner, und mich darin vergessen geht genau so gut, wenn nicht gar besser.

Das Feuer verbrennt allen Müll der im Geist in Runden treibt. Je mehr das Wesen brennt, desto schöner und klarer kommt die Seele zum Vorschein. Der Alltag geht vergessen, das Licht und die Schönheit, die Qualität des Wesens erstrahlt, je intensiver das Feuer ist.
Lass dich von mir ein bisschen anzünden. Dein Herz ist sicher genau so leicht entzündbar wie ein Zeitungspapier und trockenes Kleinholz liegt genug herum, bisschen büscheln ums Herz herum und Zündholz reingeworfen. Knister knister und schon brennt die Geschichte.

Du bist ja auch nicht Feuerresistent. Ha! Fein fein. Das ganze alte Gedöns ist Brennstoff, nährt die Flammen wunderbar. Und schon steigt das Feuer hoch in den Kopf, macht den Gedanken ein Ende.

Es frisst sich durch in deinen Bauch, verzehrt die Emotionen und Dramen, ein Feuerwerk, und was für eins! Die Flammen finden alles, im ganzen Körper, vollgestopft mit nahrhaften Blockaden in der Aura und verstopften Chakren. Gefährliche Brandherde, überall. Wunderbar! Das macht Freude!

In den Flammen erklingt das Lied des Feuers. Und wenn das Feuer singt, dann erscheint die Seele in ihrer wahren Pracht. Ihre wahre Gestalt, sie erscheint in den Flammen, und sie ist unbeschreiblich in ihrer Pracht.

Liebe. Liebe. Liebe. Die Verkörperung. Zu Fleisch und Blut gewordene Liebe in den Flammen geboren, in den Feuern zu Hause. Hast du dein zu Hause hierher mitgebracht? Ja! Im Feuer erscheinst du hier und jetzt, als das was du bist.

Dir dämmerts im Bewusstsein. Du stehst in Flammen, dein Geist ist Feuer, dein Bewusstsein ist Feuer. Bewusst bist du dir im Feuer.

Es klärt sich dein Geist, deine Gedanken sind frei.

Brennspirit in die Flammen schmeiss. Huch ist das hell, sind die Flammen riesig. Bist du gross und mächtig!

Und wohin nun? Müssen wir irgendwo hin? Ah ja, die neue Zeit, das Ende der alten, der bevorstehende Weltuntergang. Verbrennt sie wohl? Wie wird es passieren? Was wird geschehen?

Fragen über Fragen, wenn man schaut ins Ende dieser Zeit. Und noch mehr Fragen, wenn wir in den Beginn der neuen Zeit blicken. Ratlos und unwissend. Was wird geschehen? Die Pole springen, die Erde bebt?

Es soll ja dunkel werden, 30 Stunden bis 3 Tage. Wird es so kommen? Es sind ja viele, die es erzählen. Und dann? Danach?

Verbrennen wir die gängigen Vorstellungen, einverstanden? Mich interessiert es schon, ich möchte wenigstens so ungefähr wissen in was wir da hinein gehen in der nächsten Zeit. Lohnt es sich noch irgendwas zu tun? Geschäfte und Projekte zu beginnen, weiterzuziehen? Oder ist abwarten angesagt?

Ich erzähl dir nun, was ich dazu so denke, was ich so sehe, was mir selbst realistisch erscheint. Da ist diesbezüglich noch eine Menge Brennmaterial das sich ins Feuer schmeissen lässt.

Pluff es war Polsprung und wir alle erwachen im Paradies. Alles strahlt und leuchtet, ist Licht und Liebe und alles ist gut. Oh wie schön!

Hmmm.
Das glaub ich kaum. Wo und wie hätten wir irgendetwas gelernt?

Oder werden wir gar von den Schiffen gerettet? Juhui? Ufo-fliegen. Die Herzen der Trekkies vibrieren, die Augen werden feucht. Genau so schön!

Hmmm. Und auch in dieser Variante, wo hätten wir was gelernt? Wo hätten wir Verantwortung übernommen, wären selbst die Schöpfer geworden, wovor wir uns so lange drückten?

Auch nicht so das wahre. Aber weisst du was? Ich hab so den Verdacht, es kommt so derart normal daher, wir stecken mitten drin, und haben es nicht bemerkt. Es hat schon begonnen. So was von Stinknormal und unspektakulär, es ist uns entgangen, wir sind von Wundern umzingelt.

Wie ich die Trickkiste der Zeit so langsam kenne, sie bringt ja nie überraschend Neues. Sie bringt immer, aber auch wirklich immer Vorboten, streut Hinweise, was kommen wird, und verrät sogar noch wann es kommen wird. Eine kleine Geschichte hier, eine Anekdote dort, in den Tzolkin geblickt und das Datum gefunden für die Entfaltung der Geschichte.

Und auch ohne der Berechnung, du spürst es auch, besonders jetzt im Brennen deines Bewusstseins, die Zeit folgt einer ganz bestimmten Logik, die auch du verstehst, ganz klar erfassen kannst. Du wirst kaum Gedanken finden, die es beschreiben, aber du weisst, dass du bescheid weisst über das was ich dir hier erzähl.

Es wird also sehr wahrscheinlich Stinknormal geschehen. Das was auffällig sich die nächsten Wochen und Monate zeigen wird, sind die Menschen die brennen, aus den Feuern ihrer Herzen heraus ganz neue Projekte gebären und diese mit unglaublich inspirierender Kraft vorantreiben. Diejenigen mit Feuer im Hintern, sie werden produzieren ohne Ende das viele Neue, wirklich Neues erschaffen, Kampagnen starten, Ideen verbreiten, Modelle für Wirtschaft und Gesellschaft erstellen.

In Gemeinschaften völlig frei von den alten Strukturen werden sie entstehen, die neuen Strukturen. Alle steuern ihren Teil bei, und dann, ja und dann vielleicht gesellen sich unsere Brüder und Schwestern der Sterne hinzu und lassen uns teilhaben an ihrem Wissen. Vielleicht gibt es dann auch die Technologien? Wer weiss, wir werden es sehen in den Jahren die da kommen.

Gewiss und wichtig für das Hier und Jetzt, so bin ich mir sicher, ist unsere eigene Fähigkeit, unsere Hintern zu entzünden und die Führung über uns selbst zu übernehmen. Das lange Blöken im Rudel neigt sich dem Ende.

In Lak’ech


Share This

Newsletter

Verpasse keinen Tages-Text und keinen Artikel!
Abonniere den kostenlosen Newsletter jetzt!

Du hast jetzt den Newsletter abonniert