Freitag, 18. Mai 2012

Erkennen geht oft am Verstehen vorbei. Ob Licht oder Schatten, beides ist anziehend, verlockend. Dein wahres Sein jedoch, es liegt jenseits, es verbirgt sich in der Tiefe, vorbei an den polaren Erscheinungen. In der Liebe deines Herzens, am Urgrund deines Seins, da ist Heilung, Vollkommenheit und Erlösung.

Dem Krieger steht eine Prüfung bevor. Bereit? Alles abgeben, alles loslassen, alles ausziehen, alles hinter dir lassen, das sind die Voraussetzungen. Nackt wie Gott dich schuf, so trittst du an.

Du, nur du, ganz alleine nur du. Seele. Nackt.
Du spürst die Liebe in deinem Herzen, wärme. Sonst ist nichts, und je länger du einfach da stehst, nur die Liebe in deinem Herzen spürst, desto weniger wird das, was du meinst zu sein. Du wirst mehr und mehr das was du in deinem Herzen spürst.

Dein Körper, dein Gefährt, dein Aufbewahrungsort deiner Seele in dieser Welt, ein Gefäss.

Er ist fast gänzlich nur Wasser. Und das Wasser in deinem Körper, es beginnt zu vibrieren, es reagiert auf die Liebe in deinem Herzen. Es beginnt zu schwingen.

Es reagiert auf das Wasser, das dich umgibt.

Du siehst nichts, du spürst nur die Schwingung. Um dich herum ist das selbe was dein Körper ist.
Da ist dein Körper, und da ist das selbe ausserhalb bis in alle Horizonte.

Wasser
so weit wie die Resonanz ist.

Du bist auf einer Insel, alleine. Das kühle dunkle Nass umgibt dich. Innen und Aussen, noch ist es leicht getrennt. Doch nicht mehr lange, du weisst was geschieht. Gleich geschieht es.

Doch da tauchen sie plötzlich auf. Die Begleiter die seit ewigen Zeiten mit dir Unterwegs sind. Die Ahnen, die Kraftiere, die Engel, die Wesen der Welten. Schemenhaft strahlt ihre Liebe, und strahlend ist deine Liebe. Tragend,
berührend, durchdringend.

Das Wasser steigt. Das Wasser brennt. Doch es verbrennt dich nicht, es ist nicht heiss, es ist angenehm, erfrischend.

Es berührt deine Füsse, und deine Füsse zerfliessen. Und so steigt das Wasser weiter und das Wasser deines Körpers zerfliesst immer mehr und mehr mit dem steigenden See.

Du spürst dein Herz, deine strahlende Liebe.

Und das Wasser steigt und steigt, dein Körper, dein Gefühl für deinen Körper, zerfliesst immer mehr und mehr.

Was bleibt ist das strahlen deines Herzens.

Du zerfliesst. Alles feste zerfliesst mit der See. Du wirst vollständig eins mit der sanften Strömung, du bist die Strömung. Dein Körper ist nicht mehr da, du spürst nur Wasser, Fluss und Einheit, und natürlich die Liebe, die aus deinem Zentrum strahlt.

Alles und Nichts. Körper und doch nicht Körper.

Interpretation:

Beim Schreiben war mir dieser Text selber noch ein bisschen Rätsel, das ich erst im Laufe des Tages besser entschlüsseln konnte. Die Energie ist ja ziemlich intensiv, aber auch richtig schön unfassbar. Aber wir wissen jetzt wenigstens wie sich ein Eiswürfel im warmen Wasser fühlt.

Die liebe Nacht geht wieder einmal in die Tiefe des eigenen Seins ohne Rücksicht zu nehmen was wir davon schon verstehen und was nicht. Vor fünf Tagen war das letzte Wasser-Element am Zug, der blaue Sturm, die Transformation der Elemente, und siehe da, sie sind wirklich transformiert. Ich konnte selber die Nacht nicht mehr so erfassen, wie ich das mit den anderen Elementen bisher ziemlich gut konnte.

Diese schwarze Tiefe Wasser in das uns die Nacht heute führt ist anders, es ist eine neue Tiefe an Transformationskraft auf die wir uns kollektiv vorbereiten können. Sie zeigt uns was auf uns zukommt. Es hat etwas erschreckendes sich vollständig auf der materiellen Ebene aufzulösen und doch nicht ganz aufzulösen. Ein neuartiger Zustand, den ich bisher erst einmal in einer Vision so gesehen habe. Diese Vision war in Bezug auf die abschliessende Phase vor dem Übergang.

So zeigt sich mir hier nun wieder diesselbe Energie, die ich vor zwei Jahren nicht wirklich erfassen konnte. Heute wird es mir klarer, wie diese Transformationskraft wirkt. Beim Anschauen der vielen Videos auf Youtube die es über die Tsunami-Katastrophe in Japan letztes Jahr gibt wird es mir klar. Bei einem Tsunami erwarten wir immer eine riesige Flutwelle, die über die Gebäude hereinbricht und sie in einem Moment wegreisst. Doch in den Videos sieht das immer ganz anders aus. Es sind zwar Wellen zu sehen, die deutlich grösser sind als üblich, die sind nicht die eigentliche Kraft. Es geht zwar alles sehr schnell, doch das Wasser steigt und steigt einfach, spühlt sich aufs Land und reisst stetig alles mit, was nicht tief im Boden einbetoniert ist, und gewinnt stetig an Kraft weil immer Wasser vom Meer her nachdrückt und den Strom stärker und stärker werden lässt.

In etwa so ist die Energie der Nacht, das Wasser der Nacht jetzt. Es spült den Boden unter unseren Fundamenten einfach weg, bis alles was wir uns errichtet haben beginnt in sich zusammenzufallen und unsere einziger Halt die Ausrichtung im eigenen Herzlicht ist. Und selbst das ist nicht ein Halten, unsere Hände haben sich ja auch im Wasser aufgelöst. Es bleibt uns einzig die geistige Ausrichtung, die Ausrichtung unseres Bewusstseins auf das eigene Licht, die eigene Liebe, die uns Orientierung ermöglicht.

Das sich auch etwas seltsam anfühlende Emotionslose ist auch erwähnenswert. Im Eintauchen in diese Energie der Nacht ist zwar alles vorhanden, so wirklich alles, das Alte wie das Neue, Ängste, Ungewissheit, aber auch Freude, Liebe und Schöpfungspotential ohne Ende. Resonanz zu irgend etwas von dem?

Das alte kann man zwar erkennen, es einigermassen benennen, doch Angst ist keine zu fühlen. Das Neue und die vielen Begleitenden Wesen sind wahrnehmbar, aber auch nur Schemenhaft und das Neue was sich hier bilden wird, es ist nicht beschreibbar, nicht fassbar. Alles in allem ein eher gewöhnungsbedürftiger Zustand, aber ich glaub wir dürfen uns freuen, denn wenn wir die Inhalte vom Vorgänger-Kin, 7 Ik | Iq, erledigt haben, dann können wir hier Widerstandslos uns in die tiefe See fallen lassen. Die Nacht ist ja auch eine Ausdrucksform der göttlichen Mutter.

In Lak’ech


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