Dienstag, 2. Oktober 2012

Die Unterwelten im Detail zu beschreiben, das lassen wir wohlweislich sein.
Nicht angebracht, und nicht wohltuend wäre das.
Sie sind was sie sind.

Doch allein das Öffnen des Bewusstseins für Welten die da sind, verborgen und vergessen, gefürchtet und gar gruselig, das reicht schon für uns, die nächsten Schritte gehen zu können.

Deutlich leichter, deutlich lockerer ist’s geworden.
Etwas tut sich.
Das brodelnde, das ätzende, es ist klarer.
Leichter kann sich zeigen, was aus dem wird, was war.
Noch ist es, doch auch schon wieder weg.

Die Bereitschaft zählt.
Das innere Ja entzündet die Bewegung.
Und so kann die Veränderung geschehen, durch das Zulassen, das Anerkennen der Dinge, die noch binden.
Doch auch wohlweislich sind gewisse Strukturen von nöten, denn ohne sie würd das Leben zerfallen.
Wär nicht die Gottgewollte Trennung vorhanden, wir würden just in dem Moment in Einheit aufgehen.
Das Individuum wär hinfort, nicht mehr existent, weil nur eins mit Gott.

Wie du siehst, es sind notwendig, die gewissen Aspekte des hiesigen Seins, die unser Sein ermöglichen. Zwar mit Schmerz verbunden, doch mit ebensolchen, noch stärkeren Möglichkeiten der erfahrbaren Freude und Glückselig.

Trotz Trennung, trotz Uneinheit mit Gott, erreichen wir die Ebenen der Liebe.
Sie erreichen uns hier unten am Rand der Schöpfung, dem Scheinbaren Endpunkt.

Gar abseits fühlt es sich zwar an, doch wir sind im Mittelpunkt der Welten.
Gespannt wird geschaut von Aussen herein, wie wir dies hier vollbringen, dieses Kunststück der Schöpfung.
Zu sein im Schein des Getrenntseins.
Verloren und vergessen.
Verstreut und zerfleddert die Aspekte der Seelen.

All dies fliesst zusammen, wird eins, inmitten der Pole, der Spannung der entzweiten Welten.

Doch lass nicht nach im Schauen der Dinge, die hervorkommen. Empfang sie in Liebe, in Freude und ohne Graus. Denn kommen die Dinge daher, aus dir, aus der Welt da unten, die schrecken sehr schnell, wenn sie erscheinen im eigenen Tag.

Richte den Blick der Liebe auf alles gleichermassen. Denn in allem ist Liebe, in allem ist das, was in dir ist.
In allem ist zu erkennen, unser aller einziger Ursprung.

In lak’ech


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