Sonntag, 14. Oktober 2012

Mein Weg, mein Weg, wo ist er bloss?
Ich war so verloren, verirrt und verwirrt.
Da war nichts mehr zu sehen, nur Staub und Dreck.
Blind tastete ich mich voran,
stolperte über alles und jeden.

Doch da scheint das Licht durch den Nebel,
er lichtet sich,
der Himmel öffnet sich.

Die Nebelschwaden ziehen ab,
ein Wind, ein zarter, blässt sie sacht hinfort.

Mit dem ersten Sonnenstrahl der mein Herz erreicht,
beginnt es zu brennen.
Der Strahl der Sonne entzündet die Flamme in mir von neuem.

Aus der Flamme wird ein Feuer, im eigenen Zentrum.
Nicht mehr das nicht Sichtbare meines Weges ist das Zentrum meines Sehens,
nein jetzt ist es das Feuer in meinem Herzen.
All meine Achtsamkeit richtet sich ins Feuer.

Aus dem Feuer schau ich hinaus.
Die Nebel sind fort.
Der Boden karg, verdorrt, eine Wüste für ein waches Bewusstsein.
In allen Richtungen das selbe, nichts.

Ich lass weiter mein Feuer erwachen.
Unbeeindruckt von dieser Einöde da draussen, wenn’s um die Liebe geht.
Ich schüre weiter, und weiter, und weiter.
Unentwegt, entschlossen.

Die Gewissheit, blitzt aus dem Feuer,
dass in eben diesem die Lösung für alles erscheint,
sich zeigt, erzeugt durch mein schüren des Feuers.

So schüre ich noch mehr,
all mein Sein, mein tun, mein Nichttun,
lege ich meinem Feuer zu Füssen.

Ich geb mich hin,
verbrenn mich selbst,
werd selbst zum eigenen Feuer.

Das Aussen verliert alle Wichtigkeit, die ich ihm einst gab.
Es gibt nur mich, das Feuer.
Ich bin eins mit dem Feuer.

Ich schöpf mich neu.
Ich erfind mich neu.
Wie einst Gott es mit mir getan hat, mich aus sich, aus seinem Feuer in die Welten entliess.

Es schliesst sich ein Kreis.
Der Kreis wird zum Weg,
ist der Weg.

Die Kargheit, die Ödniss,
sie erblüht, da ich jetzt neu hinausschau.
Sie ist ein einziger Weg, wohin ich auch schau, wohin ich auch geh.

Das Feuer in meinem Herzen.
Es ist mein Feuer,
Es ist sein Feuer,
Es ist dein Feuer.

In Lak’ech

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