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Das eigene Leben leben

Kin 136 – 14. August 2013

6 Krieger – Cib . Ajmaq . Cozcacuauhtli

Ton 6 – Die Besinnung
Zeichen 16: Krieger – Der Freiraum

Hast du dir schon mal Gedanken gemacht ob du wirklich dein eigenes Leben lebst? Die Frage ist nicht ganz unberechtigt. Wir leben in einem System mit sehr eingeschränkter Auswahl an Möglichkeiten.

So lange man nicht aus der Reihe tanzt, kriegt man das kaum mit, aber sobald man etwas machen möchte, was nicht den allgemeingültigen Konventionen entspricht, dann beginnt es einem aufzufallen, dass hier irgendwas mehr an einen Sklavenbetrieb erinnert als an eine wirklich freie Gesellschaft.

Darum ist ein bedingungsloses Grundeinkommen eine grosse Gefahr für das alte Sklavensystem. Es würde uns vom Zwang Geld verdienen zu müssen befreien. Wir hätten plötzlich Zeit uns zu überlegen was wir im Leben wirklich wollen. Da steigt natürlich in vielen die grosse Panik hoch.

Da die meisten das nicht wollen, oder wollen können, ist es für die wenigen, die das wollen eher schwierig anders zu leben. Wir sitzen alle im selben Boot, von daher ist das “Anders-Sein” so, wie wenn man mit Gewichten unterwegs ist. Diese Gewichte wird man nur wirklich los, wenn man die inneren Resonanzen anschaut und auflöst.

Jeder der hier geboren wird, übernimmt automatisch Konventionen der Gesellschaft. Das beginnt über die Eltern und die vielen Leben in dieser Gesellschaft sorgen für eine vertiefte Verknüpfung in die Thematik der Erdenmenschheit.

Das führt dazu, dass man eigentlich nicht sein eigenes Leben lebt, sondern das Leben anderer. Man lebt eigentlich in den Räumen anderer. Man nimmt sich nicht den eigenen Freiraum wirklich sich selbst zu sein. Wenn man das trotzdem tut ist es häufig auch nur eine aufgesetzte Illusion, man sei sich selbst. Da bietet es sich an, etwas genauer hinzuschauen bevor man verkündet man lebe wirklich sich selbst, habe den eigenen Raum längst eingenommen. Da sollte man wirklich ganz genau hinschauen.

Den eigenen Raum wirklich einnehmen heisst nämlich auch, die Verantwortung für sich selbst wirklich zu übernehmen. Das heisst nichts anderes als alles was man je getan hat, ob gut oder schlecht, hochkommen zu lassen und die Konsequenzen zu tragen. Und da hat sich einiges zusammengetragen. Lebenübegreifend sammelten sich Berge an, vor denen man versucht sich zu verstecken, in dem man den eigenen Raum bloss nicht betritt. Das andere ist einfacher.

Da ist ja nicht nur sogenanntes schlechtes Karma, da wären eigentlich auch ganz viel gute Sachen dabei. Keine Seele, oder die wenigsten, waren nur böse Player, meistens hält es sich in der Waagschale. Für all das die Verantwortung zu übernehmen was man je angestellt hat, ist der einfachste Weg in den eigenen Freiraum.

Beim ersten wirklich bewussten Betreten stellt man meistens das Chaos fest, und darf eine Runde aufräumen und sauber machen. Wir alle haben unseren wirklichen Raum kaum je betreten, entsprechend sieht es da natürlich auch aus.

Schaut man sich das mit dem eigenen Raum noch etwas genauer an, sieht man auch ziemlich schnell, dass es nicht bloss ein Raum ist, sondern dass es mehrere Räume sind. Häufig wird dann ein Raum gemacht und weils im Zimmer nebenan noch aussieht wie bei den Barbaren, lässt man den dann aus und erklärt den schon geklärten Raum als einzigen eigenen Raum. Doch da ist stets noch mehr zu entdecken und einzunehmen.

Das Sahnehäubchen am Ganzen ist dann auch noch, dass man die Zeit im fremden Raum nämlich auch aussperrt. Das heisst, man ist nur im eigenen Raum mit der Zeit wirklich verbunden. Um wirklich kreativ und frei zu schöpfen ist eine gute Verbindung mit der Zeit notwendig. Fehlt sie einem, verbringt man seine ganze Zeit damit für andere was zu tun, sprich man lebt sein Leben für andere, gibt seine Zeit für andere ab, anstatt sie für sich selbst zu nutzen.

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