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Im Haus der Seele

Kin 151 – 29. August 2013 – 8 Affe – Chuen . B’aatz . Ozomahtli

Ton 8 – Der Einfluss
Zeichen 11: Affe – Die Knöpfe

Irgendwie tobt ein lustiger Kampf zwischen Mensch und seiner Seele. Die Seele will rein, der Mensch verhindert es. Ein ständiges hin und her. Jeder hat da so seine eigenen Mechanismen.

Ein kleiner Zwiespalt im Menschen macht das möglich. Einerseits will man ja die Seele hier haben, also das heisst, völlig bewusst sich selbst sein, weil hier ist die Seele ja eh. Das Problem ist eher ihr den ganzen Einfluss zu überlassen.

Andererseits verhindert man ständig, dass sie wirklich die ganze Präsenz übernimmt. Das kann vielleicht am vermeintlichen Kontrollverlust liegen, dass man gerne auf ihr Wissen zurückgreift und ihre Macht, wenn es dann aber darum geht sich ganz der eigenen Seele zu öffnen und sie ganz ins Leben einzulassen, dann drücken wir Knöpfe, die das nicht zulassen.

Klar ist, dass die Seele eh hier ist, aber irgendwie im Hinterzimmerchen gut versorgt ist. Manche haben ihr schon ein grösseres Zimmer gegönnt, aber so wirklich ihre volle Präsenz im alltäglichen Menschsein hat sie nirgends. Noch am ehesten bei denen, die sich überhaupt nicht darum kümmern, sondern einfach ihr Leben leben und ihrem Herzen folgen.

Man kann sich auch zu sehr spirituell auseinandernehmen und zu sehr und endlos an sich herumbasteln. Einfach dem Herzen zu folgen und zuzulassen, dass die irrationalsten Entscheidungen kuriose Wendungen im Leben herbeiführen könnte lang ersehntes endlich herbeiführen.

Das Umfeld billigt dies überhaupt nicht, weil sie sofort verunsichert sind, und sich ihre Seele in ihrem Hinterzimmerchen zu rühren beginnt und an die Türe klopft, sie möcht auch bitte mal herausgelassen werden.

In manchen Köpfen scheint das wie eine feindliche Übernahme zu sein, die Führung der Liebe der Seele zu überlassen anstatt dem Kontrollzwang des Egos nachzugeben.

Hat man sich allerdings schon ausgibigst durchlichtet und ist partiell erleuchtet, gibts natürlich kein Ego mehr. Dann ist das Ego natürlich schon längst vollständig im Licht ausgerichtet und dem Herzen übergeben worden. Meint man in der eigenen Selbstüberzeugung.

Geht man dann einmal zur Abwechslung in eine leicht bescheidenere Haltung über, könnte sich jedoch herausstellen, dass da durchaus noch ein zwei Ego-Aspekte sind, die doch noch nicht so ganz im Licht sind und gewitzt verhindern können, dass die Seele wirklich aus ihrem Hinterzimmerchen hervorkommen könnte.

Ich will hier ja niemandem etwas unterstellen, aber vielleicht könnte man ja mal gucken wie es denn aussieht. Es geht auch nicht darum, dass die Seele das Ego ins Hinterzimmerchen schickt. Es geht einfach darum dass alles in einem seinen richtigen Platz bekommt.

Es geht auch darum, dass diese inneren Quereleien aufhören, die man eigentlich durchaus sehr gut mitbekommt, aber gekonnt drumherumschaut, wenns wieder losgeht.

In Wahrheit gibt es nämlich gar keinen Kampf. Die Seele in ihrer unendlichen Liebe und Weisheit spielt dieses Spiel einfach mit und tut so als hätte der Mensch Kontrolle. Denn die Seele hat Zeit und ihre Liebe und ihr Mitgefühl sind gross. Sie sitzt im Hinterzimmerchen, meditiert gelassen, und so hat sie trotz allem enormen Einfluss auf alles was im Rest des Hauses geschieht.

Gut beraten ist man also, wenn man einfach mal überall alle Türen aufmacht, alle Fenster öffnet und den Laden gut durchlüftet. Ist alles einfach mal offen, können sich alle beteiligten endlich mal wieder frei bewegen und sich begegnen.

Sollten dann noch einige Geister auftauchen und die Leichen aus dem Keller hochkommen, kann man sich darauf verlassen, dass die Seele durchaus weiss was zu tun ist. Wovor der Mensch zurückschreckt, da hat die Seele stets ein Lösung bereit.

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