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Wer ist denn hier eigentlich verantwortlich?

Kin 138 – 16. August 2013

8 Spiegel – Etznab . Tijax . Tecpatl

Ton 8 – Der Einfluss
Zeichen 18: Spiegel – Das Unvergängliche

Kriege, Schlachten, Aufstände, Tote und Verletzte, Totalüberwachung. Der Kampf zwischen Gut und Bös scheint kein Ende zu nehmen und ist nicht mal in weiter Ferne zu erkennen.

Hie und da schüchterne Hoffnungsschimmer die so schnell verpuffen, dass man sie kaum mitbekommt. Jeder innere Aufstand wird sofort wieder unterdrückt, oder verkrümmelt sich nach leisem Fiepen schleunigst.

Sind wir zum zuschauen verdammt? Man könnts fast meinen.

Die Welt hält uns die Spiegel so deutlich vor die Nase, auffälliger könnts nicht sein. Ein Blick in die Tagespresse würde reichen um unsere eigenen Lücken in unserer Scheinheiligkeit zu erkennen, aber nein, wir wollen nicht sehen, wir wollen nicht hinschauen. Wir schauen nur dahin wo wir unser Gutes sehen wollen, vom unbequemen Rest distanzieren wir uns, das geht uns nichts an.

Wir verdammen uns selbst in die Ecke der Guten, gepeinigt vom Bösen der Welt, die Dunkelheit triumphiert. Durch unser wegschauen belassen wir das Alte beim alten. Ist uns das bewusst? Wohl kaum, sonst hät sich viel mehr geändert, doch wir Heiligen der Himmel wandeln auf gebetteten Pfaden des goldenen Lichts. Unberührt von den Lasten der Welt wenden wir uns von ihr ab, anstatt abzusteigen und uns einzulassen.

Traumatisiert von den ewigen Kriegen von Licht und Dunkel sind die Seelen taub und stumpf. Es wär die Zeit der tiefen Heilung der Wesen die hier ihre Kriege austoben. Wilde Schlachten sitzen uns in Mark und Bein, doch wir akteptieren dies nicht. Wir sind ja die Heiligen, die Unbeteiligten. Wir vergeben und vergessen, doch haben wir uns je wirklich akzeptiert? Haben wir uns selbst zugestanden, dafür verantwortlich zu sein, was war und was daraus geworden ist?

Oder haben wir einfach verziehen um die Verantwortung schnellstmöglich loszuwerden?

Wir haben gemordet und betrogen, ohne Wenn und Aber, so lange und so mächtig, dass die Sterne verglühten in unserem Rausch der seelischen Leidenschaft im Spiegel der Welten.

Das Unvergängliche in uns ist tief getroffen und hat sich versiegelt, überdeckt den tiefen Schmerz der in unserer Verantwortung lastet. Der Schmerz verzerrt und vernebelt unsere Sinne, verbiegt die Wahrheit hinter allem, hat ein Schleier von Illusionen über uns gelegt.

Es wird Zeit zu akteptieren was wir getan haben, erst dann kann das Verzeihen unsere Unvergänglichkeit erreichen.

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