Der Tzolkin ist das Herz des Maya-Kalenders. Wenn man vom Maya-Kalender spricht, meint man eigentlich den Tzolkin. Mit ihm wird nicht einfach nur die Dauer des Jahres oder sonstige Zeitspannen gemessen, wie das die meisten Kalender sonst tun. Der Tzolkin gibt den Tagen ihre Qualität und verleiht ihnen Tiefe.

Der Tzolkin zeigt die Zusammenhänge auf, die hinter den Kulissen der linearen Welt zusammenlaufen.

Im Gegensatz zum normalen Gebrauch eines Kalenders, der sich an den Umrundungen der Erde um die Sonne definiert, ist der Tzolkin unabhängig davon. Er dauert immer 260 Tage. Ein Tzolkin folgt dem nächsten.

tzolkin1Am einfachsten wird er als Tabelle dargestellt: 20 senkrechte und 13 waagrechte Felder. Gelesen wird er von oben nach unten.

Nun gehts zum praktischen und erlebbaren Teil des Tzolkin. Mit der Zeit als solches kann man unterschiedlich umgehen. Einerseits kann man sie messen. Das Vergehen von Zeit wird in Einheiten gesetzt. Das ist die rein lineare Betrachtungsweise. Der Tag wird definiert von der Umdrehung der Erde um sich selbst, der Monat (theoretisch) anhand der Umrundung des Mondes um die Erde, und das Jahr definiert sich anhand der Umrundungen der Erde um die Sonne.

Hier wär schon der Punkt, wo unsere lineare Denkweise in unseren Kalender-Systemen eine künstliche Grenze setzt. Es ginge hier eigentlich ja weiter. Die Sonne umrundet in wievielen Jahren ihren Zentralstern? Wie lange dauert eine Umrundung um das Zentrum der Galaxie?

Vielleicht war das menschliche Bewusstsein einfach noch nicht reif für die grösseren Zyklen? Die Maya waren es, bereits vor über 1000 Jahren. Jetzt sind wir es auf alle Fälle.

Wir haben also auf der einen Ebene der Zeit die linearen Masseinheiten die unseren Kalender definieren durch fixe Grössenordnungen die vom Kosmos vorgegeben sind. So entstanden durch Beobachtungen Raster und Orientierungshilfen mit der wir unsere Zeit organisieren und verstehen.

Da diese Raster ziemlich Inhaltslos sind, abgesehen von den Geschichten, die sich darin abspielen, wurden sie mit verschiedenen Namen versehen, wie im Kapitel über den gregorianischen Kalender kurz beschrieben ist. Astrologie kommt da natürlich auch noch hinzu um die Tage mit den kosmischen Energien zu verbinden.

Der alltägliche Umgang mit dem Kalender, mit der Zeit ist allerdings mehr oder weniger auf das Lineare beschränkt. In der Astrologie muss man sich schon besonders gut auskennen um die täglichen Einflüsse der Planeten zu verstehen.

Es fehlt also eine wirklich praktische Möglichkeit die Grenzen der linearen Wahrnehmung zu erweitern. Jenseits der Linearität der Zeit, da wirds nämlich richtig spannend. Da existiert die Seele und alles andere, was wissenschaftliche Geräte nicht messen und scannen können.

Da du die lineare Wahrnehmung so oder so jede Nacht verlässt und die anderen Zeitebenen betrittst, die deine eigentliche Heimat sind, dürfte es in deinem Interesse liegen, darüber mehr zu erfahren, wie man das menschliche Bewusstsein wieder dafür öffnen kann.

Vieles im Leben ist eine Frage der Wahrnehmung. Über die Wahrnehmung kommt das Verstehen. Versteht man die Welt nur Linear, bleibt man auf seiner eigenen dünnen Linie, auf der man einen Fuss vor den anderen Setzt, beschränkt.

Durch den täglichen gebrauch des linearen Kalenders, nur ihn alleine, kettet man sein Bewusstsein förmlich an diese lineare Zeitlinie. Alles andere drumherum entgeht dem Verstand auf allen Ebenen.

Und genau hier kommt der Tzolkin ins Spiel. Ihm ist eigentlich egal wie lange ein Planet um die Sonne braucht, er dauert seine 260 Tage. Er bringt die anderen Zeit-Ebenen mit ins Spiel. Er funktioniert hier im Wachzustand auf der Erde genau so wie im Schlafzustand in den Welten in denen du dich in deinen Träumen herumtreibst.

Der Tzolkin ist die kosmische Konstante. In allen Zeit-Ebenen synchronisiert er das Bewusstsein.

Alleine unsere Planeten in unserem Sonnensystem haben alle verschieden lange Tage. Wären sie alle bewohnt in der Form wie hier, hätten alle einen anderen Kalender, und dadurch eine andere Auffassung von Zeit. Der Tzolkin würde es möglich machen, nebst den lokalen Kalendern, eine überplanetare Zeitrechnung und Zeitwahrnehmung zu erzeugen die überall verstanden würde. Es wäre sozusagen ein Einheitskalender.

Du merkst sicher, dass dich hier dein Verstand schon beginnt im Stich zu lassen. Da die Tage überall unterschiedlich lang sind, wäre es unmöglich überall zur selben Zeit die selbe Tagesqualität zu haben. Aber darum geht es nicht. Es geht darum im selben telepathischen Zeitfeld bewusst zu sein. Und es soll dir zeigen, dass es hier im Bewusstsein noch an etwas mangelt, was aber eigentlich da wäre.

Der Schlüssel ist die Einheit. In der Liebe sind wir alle eins. Die Liebe ist die Basis der Einheit. Doch Liebe und Einheit werden erst schöpferisch Praktisch wenn die Seele damit in die Umsetzung geht, sprich in einen Zeitfluss eintritt. Tut sie dies nicht, sind wir im Zustand vor dem Urknall in dem noch nichts war ausser Einheit.

Liebe ist der Beginn einer ganzen Skala von verschiedenen Einheits-Ebenen.

Auf der anderen Seite der Einheits-Skala ist die pure Materie. Unsere Körper bestehen alle aus den selben Elementen, wie zb. H2O, die die Wissenschaft schon gut definiert hat.

Irgendwo dazwischen auf dieser Skala ist die Zeit, und natürlich auch der Raum. Wir bewegen uns ja schliesslich alle in ein und dem selben Raum. Genau so bewegen wir uns alle in ein und der selben Zeit.

So wie wir mit unzähligen Übungen und Meditationen wieder erlernen bedingungslos Liebe zu leben, so hilft uns der Tzolkin uns wieder für die Zeit jenseits der Lineariität zu öffnen.

In vielen weiteren Kapiteln werde ich dir die Zusammenhänge und Zusammenspiele der vielen Aspekte der Zeit näher bringen. Aber zusammengefasst, und um dir den Tzolkin als solches vorzustellen, kann man sagen, dass er ein Werkzeug ist deine Wahrnehmung der Zeit wieder zu erlernen.

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