5 Sonne

Ahau . Ajpu . Xochitl

-| Kin 200 – 16. Welle – 4. Phase |-
-| Donnerstag, 17. Oktober 2013 |-

Wenn der Krieger nicht gerade dabei ist seine Gegenseite zu bekämpfen, ist er eigentlich ein ganz angenehmer und friedliebender Zeitgenosse. Das Problem ist, dass er manchmal von seiner eigenen Leidenschaft mitgerissen wird und aus seiner Mitte fliegt.

So landet er in einer der beiden Seiten und ist dann mitten drin im Gefecht. Mit ‘Gefecht’ sind natürlich nicht nur die klassischen Schwertkämpfe auf den Schlachtfeldern gemeint. Sie beginnen in Wortgefechten, politischen Meinungen und so weiter.

Heutzutage ist der Krieger ja domestiziert und bewohnt die Städte wie es jeder andere Mensch auch tut. Aber auch dort im modernen Alltag gibt es genug Spielfelder in denen er sich als Krieger austoben kann. Seine Leidenschaft wird stets dann geweckt, wenn ihm etwas zuwider ist, wenn er mit etwas ganz und gar nicht einverstanden ist. Auch umgekehrt natürlich, wenn er für etwas so Feuer und Flamme ist, dass er alles dafür tut es in die Welt zu bringen.

Du kennst das sicher, wenn du dich gottsjämmerlich über irgendetwas aufregst und du so richtig in Fahrt kommst dabei. Du ereiferst dich derart, dass nur noch angepisst bist, und wenn du etwas tun kannst, um es zu ändern, dann tust du es auch. Ansonsten regst du dich einfach auf bis sich die Wallungen wieder legen und das Thema sich verflüchtigt.

Diese Leidenschaft für etwas, für eine Sache absolut einzustehen und sie durchzuziehen, das ist das Feuer des Kriegers in dir. Wenn es entfacht wird, ist es unaufhaltbar. Es nährt und pusht dich, und es gibt erst wieder Ruhe wenn die Aufgabe erfüllt ist.

Dieses Feuer in deinem Herzen ist der Schlüssel zu deinem Krieger-Sein.

Je nach dem kann die Leidenschaft unkontrolliert und ohne Führung sein. Das geschieht immer dann, wenn sich der Krieger von einer Seite vereinnahmen lässt. Dann fällt er in einen der Pole und tobt sich dort aus, und dabei verliert er häufig die Klarheit.

Denn das was einen wahren Krieger ausmacht, ist eigentlich seine absolute Neutralität.

Der Krieger bezieht keine Seiten.
Er ist weder für die Dunkelheit noch fürs Licht.
Er ist Einheit.
Er vertritt die Einheit.
Er verkörpert die Einheit.

Aus der Einheit heraus kann er klar entscheiden wofür sein sein Feuer brennt. Sein Feuer brennt aus seiner inneren Einheit heraus. So kann er aus der Führung seines Herzens heraus klar erkennen wie lange er was für welche Seite tut.

Hat er sich aus seinem Feuer heraus entschieden, also aus seinem Herzen heraus und nicht aus den wilden Emotionen oder dem rationalen Verstand heraus, so behält er die Führung über seine Leidenschaft. So kann er die wildheit seiner Leidenschaft gezielt und geballt einsetzen und wird von ihr nicht selbst vernichtet.

Das wichtigste also ist das Feuer im Herzen zu fühlen, es zu nähren und stets mit dem ganzen Bewusstsein darin zu verweilen. Der Kopf bleibt klar, die Gefühle ruhig, in jeder Situation. Ruhig und gelassen kann so die Einheit in deinen Alltag einkehren. Du entscheidest im Feuer deines Herzens. Die Einheit manifestiert sich so in jeder Kleinigkeit in deinem Alltag und aus Schlachtfeldern werden Orte des Friedens.

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