8 Krieger

Cib . Ajmaq . Cozcacuauhtli

-| Kin 216 – 17. Welle (13er) – 11. 20er – 5. Phase |-
-| Samstag, 2. Novemer 2013 |-

Wann bist du zuletzt an einem Fluss vorbeigekommen, der sich noch frei durch die Landschaft bewegen konnte? Abgesehen von unseren Hochgebirgsgemsen, dürfte dieser Anblick kaum jemandem mehr in der ‘zivilisierten’ Welt gegönnt sein. Selbst die kleinsten Bäche sind kanalisiert und ihre Wildheit und Freiheit gebrochen.

Nicht anders ist es doch mit unseren Lebensflüssen. Die eigentlich wilde und freie Kraft des Lebens selbst, unsere Schöpferkraft, unsere freie Kreativität, kanalisiert, strukturiert, und das alles von äusseren Zwängen, die wir längst einfach hingenommen haben und sie nicht im Keim hinterfragen.

Es wird Zeit, dass wir unsere Lebensflüsse befreien!

Dieser Strom des puren Lebens, er ist eins mit den Lebenskräften der Natur und Mutter Erde. Er ist eins mit dem Strom der Zeit und in dieser Einheit mit all unseren Ideen und Qualitäten könnte sich das alles im Nu entfalten. Leben würde wieder vollkommen Freude machen, von morgens bis abends.

Doch jeden Tag zwängen wir uns von neuem in ein vorgegebenes Korsett. Wir stutzen uns selbst die Flügel, legen unser Herz in Ketten, setzen die Scheuklappen auf und lassen uns durch den Trott schleifen, stossen und schieben.

Kein Wunder sind wir so gut wie alle von irgendwas Süchtig, um uns von diesem Stumpfsinn abzustumpfen und zu entfliehen.

Es wird echt Zeit, dass wir unseren Lebensfluss befreien.

Wie ein wilder Bach, über Wasserfälle, durch Täler sich pflügend und sich Platz schaffen, wenn wir es brauchen. Kreative Ausbrüche sollten zugelassen werden. Dann müssen die anderen halt kurz ausweichen. Wenn es raus ist, sind wir ja wieder ganz brav und fliessen in unserem sanften Flussbett vor uns hin, bis es zur nächsten Flut kommt.

Wir brauchen diese Freiheit im Leben.

Ein losgelassener Lebensstrom ist für viele beängstigend und einschüchternd. So viel Stolz kommt damit einher, wie ihn nur eine Löwin zur Schau trägt. Doch die schläft die meiste Zeit des Tages und kann es geniessen, das zu sein was sie ist. Wohlgemerkt, eine freie Löwin ist hier gemeint.

Eine kollektive Revolution ist am Kommen. Denn wenn nur einer beginnt sich zu Leben, seine Liebe und sein Feuer stolz in der Welt erblicken und strahlen lässt, dann wollen alle, dann kommen alle, dann tun es alle. Es ist nur eine Frage der Zeit, und die hat bereits begonnen.

Dieser Wechsel von Sanft und Wild, von Zart und Hart, eine Natürlichkeit, die wir uns zurückerobern sollten, und zwar schleunigst. Denn von innen drängt die Seele hinaus, und sie wird die Gitterstäbe und Ketten sprengen. Sie drängt und drängt, solange bis du sie rauslässt und ihr Feuer sich in die Welt ergiesst.

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